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Präambel |
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DER MENSCH IST MEHR… - Auf der Suche nach dem Leben
Gesellschaftliche Ausgangslage
In Europa nimmt seit Jahren der Trend, den Menschen nur mehr als wirtschaftliches Objekt zu betrachten, zu. Der homo oeconomicus wird auf seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Produktivität reduziert. Sein Wert ist der des "Eslein streck Dich": Vorne und hinten werden Dukaten - heute: Schilling und Euro - ausgespuckt. Ist der Mensch kein "Eslein streck Dich", ist er auch nichts wert. In dieses Weltbild des Neoliberalismus, der ein sozial nicht mehr abgefedeter Kapitalismus ist, passt es, dass es zu einer zunehmenden Abwertung der nicht-materiellen Aspekte des Menschen kommt. Die gegenwärtige Geringschätzung der Geistes- und Sozialwissenschaften passt wie die Faust aufs Auge zu diesen Entwicklungen. Auch regionale Projekte, die vordergründig keinen ökonomischen Nutzen und Profit versprechen, haben heute fast keine Chance auf Subventionen. Umfassende Bildung, die die Basis für wirtschaftlichen Erfolg, Kritikfähigkeit und demokratisches Verhalten ist, wird verstärkt beschränkt, nur noch technologische Qualifikation und Forschung ist "in". Diese Entwicklung übersieht: Der Mensch ist mehr als ein homo oeconomicus. Menschen haben soziale, gemeinschaftliche, kulturelle und oft auch spirituelle Sehnsüchte und Bedürfnisse. Die Suche nach Sinn in einer unübersichtlich und sozial unsicher gewordenen Gesellschaft ist auch bei Jugendlichen unübersehbar. Je mehr der Staat, die Politik, die Länder und Gemeinden die nicht materiellen Bedürfnisse der Menschen ignorieren und nur auf Leistung und Profit setzen, desto mehr Chancen haben extremistische und sektoide Sinnanbieter in den Bereichen Politik und Religion. |
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